Erstellt am 11.06.2009
Pflegeberatung für Migranten
Beratung rund um das Thema Pflege in Deutsch, Türkisch und Russisch
Der PARITÄTISCHE Hamburg hat im Februar 2009 das Projekt „Pflegeberatung für Migranten in Hamburg“ gestartet. Die Pflegeberatung wird in Deutsch, Türkisch und Russisch angeboten. Gefördert wird das Projekt von der ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“.
In Hamburg leben rund 49 000 Migranten, die über 60 Jahre alt sind. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren aufgrund des demografischen Wandels deutlich steigen. „Viele ältere, pflegebedürftige Migranten haben auch nach längerem Aufenthalt in Deutschland lückenhafte Kenntnisse über das Sozialleistungsrecht und das Versorgungssystem“, so Angelika Christ, Altenhilfe-Referentin beim PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Hamburg, „sie sind über die Leistungen der Pflegeversicherung unzureichend informiert und finden zu den Pflegediensten und den begleitenden ehrenamtlichen Unterstützungsangeboten keinen Zugang. Wir wollen den pflegebedürftigen Zuwanderern und ihren Angehörigen helfen, die Pflegesituation in den betroffenen Familien zu verbessern“.
Sie können sich an die Beratungsstelle wenden, wenn
• Sie Ihre Angehörigen pflegen und betreuen oder wenn Sie selbst Hilfe benötigen,
• es Ihnen schwerfällt, in der Vielfalt von Angeboten der Altenhilfe und Pflege das Passende für sich und Ihre Angehörigen zu finden
• Sie sich in der Pflegesituation hilflos oder überfordert fühlen
• Sie eine Beratung in Deutsch oder Russisch wünschen
Kontakt:
Elisabeth Deis (Beratung in Russisch, Tel. 040/399263-40)
Offene Sprechstunde in der Beratungsstelle (Brauhausstieg 15-17): Montag-Mittwoch 11:00-13:00 Uhr, Donnerstag 15:00-19:00 Uhr
Sprechstunde in der Liberalen Jüdischen Gemeinde (Große Johannisstraße 13): jeden zweiten Dienstag im Monat von 13:30 bis 14:30 Uhr.

(klicken Sie auf den Flyer um ihn zu vergrößern)
Soziales und Integration
70 % des deutschen Judentums heute sind die Emigranten aus dem ehemaligen Sowjet Union. Viele von uns sind ohne ausreichende Sprachkenntnissen nach Deutschland gekommen. Besonders ältere Menschen haben große Schwierigkeiten, die neue Sprache zu lernen. Aber auch jüngere Leute brauchen Orientierungshilfe bei der Suche nach einer neuen Wohnung oder einer Arbeit. Unsere Gemeinde nimmt diese Probleme ernst und hilft Gemeindemitgliedern zum Beispiel beim Ausfüllen von Anträgen oder bei Behördengängen.
Beratung für Kontingent Flüchtlinge und Begleitung machen Felix Epstein Telefon (040)642 24 421
Achtung: Die Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg bietet Sprachkurse "Deutsch für Ausländer".
Interessierte Mitglieder können sich anmelden. Telefon (040) 640 73 19
24. Juni 2005
Pressemitteilung
Union progressiver Juden begrüßt Einigung zur jüdischen Zuwanderung
Jüdische Zuwanderer aus den Ländern der früheren UdSSR werden weiterhin Aufnahme in Deutschland finden und damit zur Stärkung der hiesigen jüdischen Gemeinschaft beitragen. Dies sichern die neuen Zuwanderungsregeln, auf die sich die Innenminister des Bundes und der Länder einerseits und der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Union progressiver Juden in Deutschland anderseits geeinigt haben. Damit folgt die Bundesrepublik Deutschland ihrer historischen Verantwortung.
Die Union progressiver Juden wird bei der Erarbeitung der Kriterien zur Prognose über die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts des Zuwanderers in dem einzurichtenden Beirat darauf achten, dass sowohl das familiäre Umfeld als auch besondere Härtefälle berücksichtigt werden. Die Union progressiver Juden begrüßt insbesondere, dass sie in das Verfahren der gutachterlichen Stellungnahme der Zentralen Wohlfahrtstelle der Juden zur Möglichkeit der Aufnahme der Zuwanderer in eine jüdische Gemeinde eingebunden wird. Damit ist sichergestellt, das die erfolgreiche Integration der „nur“ väterlicherseits jüdischstämmigen Zuwanderer in die liberalen jüdischen Gemeinden als Fördermitglieder und ihre erleichterte Aufnahme in die jüdische Religion fortgesetzt werden können.
Die Union progressiver Juden ist als Teil der Weltunion für progressives Judentum sowohl mit jüdischen Gemeinden in der früheren UdSSR als auch in Israel verbunden. Die Union progressiver Juden sieht daher die jüdische Zuwanderung nach Deutschland nicht als eine Konkurrenz zur Alia (Einwanderung nach Israel). Sie respektiert die individuelle Entscheidung jeder Jüdin und jedes Juden, in den Ländern der früheren UdSRR zu bleiben oder angesichts der antisemitischen Bedrohung ein Zufluchtsland zu suchen.
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