Die Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg e.V. - ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein.
Wir fühlen uns den jüdischen Reformbewegungen verbunden und wollen unsere religiöse und kulturelle Arbeit in diesem Sinne gestalten. Hamburg hatte bereits vor 1938 mit dem Israelitischen Tempel eine profilierte Reformgemeinde. Daran wollen wir anknüpfen, auch wenn die Umstände heute - mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Zerschlagung durch die Nazis - völlig andere sind.
Wir stehen noch am Anfang, aber wir wachsen schnell. Im August 2004 wurde unsere Gemeinschaft von 12 Juden gegründet, mittlerweile haben wir über 360 Mitglieder - und die Zahl steigt wöchentlich. Wir haben uns als Mitgliedsgemeinde der Union progressiver Juden in Deutschland angeschlossen und sind Teil der World Union for Progressive Judaism.
Unser Angebot richtet sich naturgemäß zuerst an Juden, aber es gibt auch viele Nicht-Juden, die unsere Veranstaltungen und Betreuungsangebote wahrnehmen. Wir laden sie herzlich ein, unsere Gemeinde kennen zu lernen, ihr Freund oder ihr Mitglied zu werden bzw. uns mit ihrer Spende oder einfach nur ihrem Interesse zu unterstützen.
Diese Anliegen prägen die Arbeit unserer Gemeinde: Religiöse, kulturelle und soziale Arbeit.
Liberalisierung religiösen Lebens: Wir sind eine egalitäre Gemeinde und praktizieren die Gleichstellung von Männern und Frauen in Gottesdienst und Gemeindeleben. Wir verteidigen die Rechte von ethnischen Minderheiten, Homosexuellen und Unverheirateten in Religion und Alltag. Wir benutzen neben Hebräisch auch die Landessprache im Gottesdienst, damit alle Betenden aktiv teilnehmen können. Außerdem wollen wir damit auch einen Beitrag zur Integration von Juden in die deutsche Gesellschaft leisten. Als liberale Juden haben wir Respekt vor anderen Religionen und achten sie. Wir pflegen den interkonfessionellen und den interreligiösen Dialog. Liberales Judentum ist überdies offen für die Ideen des Humanismus, der Philosophie und für wissenschaftliche Erkenntnisse.
Kultur und Bildung sind dem Judentum seit alter Zeit schon in jungen Jahren wichtig. Das ist wohl der Grund, weshalb Juden viele Länder und Völker durch ihre Kreativität bereichern konnten. Aber natürlich haben auch sie selbst stets von ihrer Umwelt gelernt. Allen unseren Gemeindemitgliedern wollen wir deshalb den Zugang zum kulturellen Erbe ermöglichen - dem des Judentums, dem der deutschen Gesellschaft, dem ihres Herkunftslandes und schließlich dem der Menschheit schlechthin. Wir wollen dazu beitragen, dass sie in Deutschland in Vielfalt ein aktives und kulturell anregendes Leben führen können. Bildung und Weiterbildung sind Voraussetzungen dafür.
Für uns ist das ein Auftrag. Außerdem fördern wir künstlerische Beiträge unserer Gemeindemitglieder. Wir hoffen, dass auch über diesen Weg unsere Werte und Ideale deutlich werden und uns in den Dialog mit nicht-jüdischen Menschen führen. Ein Beispiel dafür ist der Jüdischer Chor Klezmerlech. Lesen Sie mehr darüber:
Soziale Arbeit steht im Zentrum unserer Gemeindetätigkeit: Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft und Respekt vor Fremden sind die Werte, die dem Judentum seit Urzeiten eigen sind. Andere Religionen haben sich davon inspirieren lassen, weil sie so wichtig für jede Gesellschaft sind. Unser konkretes Angebot richtet sich natürlich nach unseren Möglichkeiten und den Bedürfnissen unserer Mitglieder. Unsere Gemeinde ist noch jung. Die größte Herausforderung besteht darin, den neu eingewanderten Gemeindemitgliedern bei der Integration in Deutschland zu helfen und zugleich ihre jüdische Identität zu stärken.
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